Fahrradfahren mit Kunstherz - Garmin Velothon 2015

Fahrradfahren mit Kunstherz – Garmin Velothon Berlin 2015.

Fahrradfahren mit Kunstherz – Garmin Velothon Berlin 2015. Das ist mein erstes Projekt für dieses Jahr. Sport mit einem Kunstherz ist, natürlich, eine Herausforderung, aber es gibt Sportarten, die ihnen einen Adrenalinkick geben und gleichzeitig schonend für Ihren Körper sind. Für mich ist es das Radfahren. Eine leichtere Sportart mit solch eine Behinderung wie meine, kann man sich nicht vorstellen.

Radfahren hat sich zum Ausdauer Sport für jedes Alter entwickelt – Gelenke sowie der ganze Stützapparat werden beim Radfahren weniger belastet als bspw. beim Laufen, denn 70 bis 80 % des Körpergewichts lasten auf dem Sattel. Der Rucksack mit der Steuereinheit und den Akkus ist wie immer an meinem Körper befestigt, aber Ersatzakkus und anderes Gepäck kann ich ruhig in meinem Körbchen verstaen, ohne meinen Rücken belasten zu müssen.

Mit der Frühlingssonne, öffnet sich die Fahrrad Saison für Groß und Klein. Nicht nur die Radsportler sind mit dem Rad unterwegs. Berlin ist das Paradies für alle Radfahrer: Jung und Alt, Profi- und Hobby Fahrer. Um mich selbst, und die anderen dazu zu motivieren, ihr Blut schneller durch den Körper fließen zu lassen, habe ich mich für den Garmin Velothon Berlin 2015 angemeldet. Das ist der 8. Velothon in Berlin und ist das zweitgrößte Radrennen in Europa.

Garmin-Velothon-Berlin 2015

Dieses Jahr wird es am 31 Mai stattfinden. Straßen werden an diesem Tag gesperrt und es gibt nichts schöneres, als mit dem Fahrrad an Berlins bedeutendste Sehenswürdigkeiten wie Brandenburger Tor, Potsdamer Platz, Flughafen Tempelhof, Eastside-Gallery, Regierungsviertel, Siegessäule, Straße des 17. Juni vorbeizufahren. 13000 Teilnehmer haben die Fahrt letztes Jahr genossen und es werden jedes Jahr mehr. Jeder, der Fahrrad fahren kann, und nicht jünger als Jahrgang 2000 ist (für 60 km), kann am Velothon teilnehmen. Es gibt zwei Distanzen zur Auswahl: 60 km-Distanz für Einsteiger und Hobby Fahrer, 120 km-Distanz für ambitionierte Ausdauer Sportler. Ich beginne erstmal mit 60 km.

Auch die kleinsten Fahrrad begeisterten können gemeinsames Fahrradfahren genießen.  Ein Tag vor dem Velothon gehört die Straße des 17. Juni traditionell wieder den Kindern im Alter von 6 bis 12 Jahren. Unsere Tochter Mascha traut sich noch nicht ganz, weil sie „nicht so schnell wie die anderen“ ist, was wiederum keine Voraussetzung ist und mich dennoch hoffen lässt, sie an meiner Begeisterung für diese Sportart und auch an diesen Veranstaltung teil haben zu lassen.  Mehr über Velothon erfahren sie hier.

Fahrradfahren mit Kunstherz – Garmin Velothon Berlin 2015.

Fahrradfahren mit Kunstherz – Garmin Velothon Berlin 2015. Schauen Sie mal, ob es geht. Seit meiner Kindheit bin ich ein begeisterter Fahrradfahrer, musste aber nach der Herzoperation bei Null anfange…

Ich fahre Fahrrad seit meiner Kindheit. Aber es war nicht immer nur entspanntes Fahrradfahren. Ich bin vor vielen Jahren Downhill und Mountain Bike gefahren. Von 1997-2002 habe ich in Wien gelebt und ich sage euch, Downhill und Mountain Bike in den Alpen ist die Krönung. Schneeberg, Puchberg, Rax und die Hohe Wand sind einfach umwerfend. Bei Sonnenaufgang hochfahren, oben auf einer Alm mit Kühe und dem Almöhi Frühstücken und dann am Nachmittag die Berge runter Brettern. Das wieder zu machen, traue ich mir noch nicht zu, aber vielleicht nach der Velothon. Für die Herzpatienten, die sich gerade in ein normales Leben zurückkämpfen, würde ich auch, wenn sie es sich zutrauen, auf jeden Fall empfehlen langsam mit dem Fahrradfahren zu beginnen.

Fahrradfahren mit Kunstherz

Warum ist Radfahren so beliebt und was macht es für unseren Körper? Hier sind ein Paar Infos, die Sie hoffentlich überzeugen werden die Pedale langsam treten zu beginnen:

  1. Muskeln und Gelenke. Beim Radfahren trainieren wir nicht nur die Beine! Ganze Muskel ketten werden beansprucht – von der Hand- über die Rumpf- bis hin zur Gesäßmuskulatur. Wer gezielt Beinmuskeln aufbauen möchte, radelt in höheren Gängen. Ein tiefer eingestellter Sattel fordert die Po Muskeln. Dadurch, dass das größte Gewicht auf dem Sattel lastet, schonen wir die Gelenke zusätzlich – wenn wir einen leichten Gang wählen.
  2. Lungen. Langes Fahrradfahren lässt unsere Lungen mit voller Kraft arbeiten. Wir tanken viel Luft und trainieren unserer Atemwege. Die Lunge wird gleichmäßig mit Sauerstoff gefüllt, die Atemmuskulatur gestärkt. Das schützt uns  z.B. vor Erkältungen.
  3. Immunsystem. Bereits ab der ersten Radel-Minute werden Ihre Abwehrkräfte aktiviert. Eine 20-minütige Tour kann sie langfristig stärken und schon währenddessen Krankheitserreger bekämpfen. Laut Statistiken, regelmäßiges Fahrradfahren reduziert Erkältung  und Grippe Gefahr im Winter um 70%.
  4. Herz und Kreislauf. Bei gesunde Menschen, die kein Herzunterstützungsystem haben, arbeitet das Herz durch regelmäßiges Biken effizienter und wird so entlastet. Die optimale Wirkung erreichen sie aber ab einer Tour von mindestens 30 Minuten. Am besten fünf Mal die Woche, empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation. Das kann das Herzinfarktrisiko um 50 Prozent reduzieren. Für die, die ein Herzunterstützungsystem haben – die Turbine wird durch Radeln nicht ihre Umdrehungen erhöhen, soweit ist die heutige Technik noch nicht, aber ihr eigenes Herz muss eine gewisse Eigenleistung bringen und das trainiert das Herz (hoffe ich zumindest :)).  Auch ist es für Herzpatienten sehr wichtig auf den Körper zu hören und zu wissen wann wir unsere Grenzen erreicht haben. Ich für mich merke es, wenn ich meine Grenze erreicht habe, und höre dann auch auf und lege eine Pause ein.
  5. Abnehmen. Insbesondere für die Herzkranken, die Übergewicht haben, ist es ganz wichtig langsam ihr Gewicht in die richtige Norm zu bringen. Bewegung stimuliert den Stoffwechsel und gute Stoffwechsel fördert Fettabnahme. Aber nicht vergessen auch ihre Essgewohnheiten zu regulieren. Mehr Gemüse und Obst auf den Teller!
  6. Augen. Sogar für die Augen ist Radfahren sehr gesund. Wenn wir in die Ferne gucken und fokussieren unseren Blick auf weit weg gelegene Objekte, trainieren wir unsere Augen Muskel und dadurch mindert Kurzsichtigkeit Risiko.
  7. Nervensystem. Der Einfluss des Fahrradfahrens auf unserem emotionalen Zustand ist unschätzbar.  Es verstärkt unser Nervensystem – die Probleme und Zwangsgedanken weichen ab, sie vergessen die täglichen Sorgen, ihre Stimmung und Allgemeinbefinden verbessert sich. Die Glückshormone aktivieren sich. Durch Ausdauer Sport werden nach etwa einer halben Stunde Endorphine und Serotonin ausgeschüttet, die Depressionen entgegenwirken können. Die gleichmäßige Bewegung weckt in uns ein Gefühl von Harmonie. Durchs Grüne bringt die Tour natürlich noch mehr für das Wohlbefinden.
  8. Die Koordination. Radfahren trainiert auch die Beweglichkeit und unsere Reaktionsfähigkeit. Mal fahren wir auf Sand und Schotter, dann auf Straßen, lenken um Kurven, strampeln bergauf oder düsen bergab. Da müssen Kopf und Körper schnell reagieren und sich auf neue Situationen blitzschnell einstellen.
  9. Rücken. Die kreisenden Beinbewegungen lösen Verspannungen in der Wirbelsäule und stützen den Rücken durch Muskelaufbau speziell im Lendenbereich. Besser ist ein Fahrrad mit höheren Lenkrad, damit die Pumpe nicht drückt.

Ich hoffe es sind genug Information um sie aus dem Bett rauszukicken. Greifen sie ihr Rad und fahren ein Paar Kilometer.

Ich fahre zusammen mit meinem Team, das mich beim Fahren unterstützen wird. Wir sind zusammen 4 Personen. Wenn sie auch mitmachen wollen, registrieren sie sich für Garmin Velothon 2015 und machen ihr Leben aufregender. Um mit mir zusammen von einem Block zu starten, fragen sie mich nach dem Kennwort.

Bis bald auf der Strecke

Ihr Stefan

Fahrradfahren mit Kunstherz – Garmin Velothon Berlin 2015.

Author: Ioulia Kim

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